Das ZENtrum Phat Môn besteht seit Frühjahr 2007 und wird geleitet vom Mönch Thich Hue An.
Schon seit Mitte der 1980er Jahre sammelte er Erfahrung und Praxis im Tibetischen Buddhismus, studierte einige Jahre bei Geshe Thubten Ngawang (Tibetisches Zentrum Hamburg) bis zu dessen Tod und erhielt auch Dharma-Unterweisungen von vielen anderen Lehrern. Ab etwa 2000 wendete er sich mehr der Zenrichtung zu und praktiziert seit damals bis heute im
‹Interbeing›-Orden von Thich Nhat Hanh. Ebenso praktizierte und lernte er einige Jahre in der Linie des japanischen Soto-Zen, wo er 2006 zum Zenmönch ordiniert wurde.
Bereits im Jahr 2004 war er Meister Thich Thien Son zum erstenmal begegnet. Es entstand mit der Zeit eine vertiefte Zusammenarbeit und er wurde von Thay als Mönch und Schüler angenommen. Abt Thich Thien Son nahm ihn im Herbst 2006 zunächst noch als Soto-Mönch in die Ordinierten- Sangha der Pagode Phat Hue auf. Thay
motivierte und beauftragte ihn, ein Zweig-Zentrum in Basel aufzubauen. Im Sommer
2008 wurde er ebenfalls in der vietnamesischen Lin-Chi-Linie (Rinzai-Zen) ordiniert und trägt
seither den Mönchsnamen Thich Hue An sowie die braune Robe.
Hinzu kommt
seit früher Jugend eine jahrzehntelange, intensive Beschäftigung mit westlicher Spiritualität, mit grossen westlichen Meistern wie u.a. Rudolf Steiner, was eine Zusammenschau und ein
Zusammenwirken verschiedener spiritueller Strömungen aus Ost und West ermöglicht.
Unser spiritueller Schirmherr und Ratgeber ist der ehrwürdige Zenmeister Thich Thien Son, Abt der Pagode Phat Hue in Frankfurt am Main. Er wurde in Saigon geboren und trat bereits mit acht Jahren ins Kloster ein. Als Boatpeople verliess er 1979 Vietnam und kam nach Deutschland. Während seiner Mönchs-Ausbildung wurde er in Taiwan und China ebenfalls in der Traditionellen Chinesischen Medizin ausgebildet. Seine vielfältigen Tätigkeiten haben stets zum Ziel, den Buddhismus in Theorie und Praxis zu vermitteln und den Menschen Auswege aus den Lebenskrisen aufzuzeigen. Neben seinen vielfältigen Aufgaben in Deutschland leitet er auch Seminare in den USA, in Taiwan und in der Schweiz.
Thay unterstützt unser Zentrum mit Rat und Tat. Wir sind ihm und seiner Pagode Phat Hue eng verbunden.
Abt Thich Thien Son hat dem Basler ZENtrum den
vietnamesischen Namen «Phat Môn» gegeben. Dies heisst «Tor
zu Buddha».
Das Tor ist offen für alle! Gemeint ist damit nicht einfach ein Tor zu einer anderen
Religion, sondern vielmehr ein Tor zum «Buddha in uns selbst» oder ein Tor
zu unserem «wahren Selbst» (christlich: zum Göttlichen in uns selbst). Wir
haben somit die edle Aufgabe erhalten, ein Tor für alle Menschen zu
öffnen (bzw. offen zu halten) und sie auf ihrem ganz individuellen Weg
dorthin zu begleiten. Den Torbogen durchschreiten kann aber
schliesslich jeder Mensch nur ganz allein.
Unser Ziel: Ein spirituelles ZENtrum, das den Besuchern und Kursteilnehmern ermöglicht, ein breitgefächertes, strömungsübergreifendes Bild der buddhistischen (sowie auch der allgemeinen spirituellen) Schulungsmethoden und des dazugehörenden Grundwissens zu erhalten. Dafür werden auch Gastlehrer eingeladen. Unser ZENtrum soll insbesondere ein Ort sein, wo ein weiter geistiger Horizont gepflegt wird und wo Menschen mit unterschiedlichstem Hintergrund ein «geistiges» Zuhause finden können.
Im Vordergrund steht bei uns vor allem die Meditationspraxis. Sie ist der Kern und die wichtigste Grundlage des Zenweges. Unsere hier praktizierte Form ist das vietnamesische Zen, das von Thich Nhat Hanh (Plumvillage) ganz besonders für die Mentalität der westlichen Menschen neu ausgeformt und weiterentwickelt wurde. Zusätzlich werden auch andere bewährte buddhistische Methoden angewendet. Unser ZENtrum möchte eine Oase und Quelle der inneren Kraft und Ruhe sein.
Als Zen-Zentrum orientieren wir uns einerseits an den traditionellen Schulen, Formen und Methoden. Gleichzeitig sind wir offen für zeitgemässe Formen, die unserer heutigen europäischen Lebensweise entsprechen, denn wir leben immer nur im «Hier und Jetzt».
Unsere Meditationsarten sind auch für Nichtbuddhisten gut geeignet. Kontakt und Austausch auch mit anderen spirituellen Strömungen und Religionen ist uns ein grosses Anliegen. Für eine friedlichere Welt sind gegenseitige Kenntnis, Erfahrungsaustausch und vor allem fruchtbare Zusammenarbeit unabdingbar.
Auch für die vielen asiatischen Brüder und Schwestern im Dreiländereck Basel möchten wir ein Zuhause werden. Speziell für sie können regelmässig asiatische Mönche und Nonnen (ihre Landsleute) nach Basel kommen für Feierlichkeiten und Seelsorge.
Im Juli 2009 wurde der «Trägerverein ZENtrum Phat
Môn» gegründet. Seine Aufgabe ist, für den Betrieb und die Finanzierung
des buddhistischen ZENtrums Phat Môn zu sorgen.
Mit einer Mitgliedschaft unterstützen und ermöglichen Sie die Arbeit unseres ZENtrums. Sie tragen vor allem dazu bei, dass eigene Räumlichkeiten für unsere vielfältigen öffentlichen Aktivitäten
gemietet werden können und so die Meditation, die buddhistischen Lehren
und die Praxis der Achtsamkeit besser vermittelt und geübt werden
können.
Wer unser ZENtrum finanziell und ideell unterstützen
möchte, kann dem Verein jederzeit als förderndes Mitglied beitreten.
Eine Mitgliedschaft im Trägerverein ist freiwillig und nicht Voraussetzung,
um an den Zentrumsaktivitäten teilzunehmen. Aber ist es wünschenswert, dass regelmässig teilnehmende Sanghamitglieder mit der Zeit dem Trägerverein beitreten. Denn nur gemeinsam können wir uns eigene ZENtrumsräume ermöglichen.
Eine Vereinsmitgliedschaft ist als Aktiv- (Sangha) oder
als Gönnermitglied möglich. Die Mitgliedschaft beinhaltet die Teilnahme an allen wöchentlichen Meditationsabenden und anderes. Der Beitritt erfolgt mit Einreichen des
Mitgliederformulars, das bei uns mit den Statuten angefordert
werden kann sowie mit der Überweisung des Mitgliedsbeitrages. Und
natürlich sind auch Sponsoren und freie Spenden sehr willkommen und wichtig. Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Thich Hue An. –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––